Studie | Die Hälfte der Macht im Visier

2014_Boell_Die-Haelfte-der-MachtDer Einfluss von Institutionen und Parteien auf die politische Repräsentation von Frauen.

Wie stark sind Frauen in der Kommunalpolitik (auch im Vergleich zur Bundes- und Landesebene) unterrepräsentiert? Was sind die Gründe für die Unterrepräsentanz? Welche Maßnahmen sind geeignet die Unterrepräsentanz von Frauen insbesondere in den Kommunalparlamenten abzubauen? Diesen Fragen geht die Studie zur "Unterrepräsentanz von Frauen in der Kommunalpolitik" des Gunda Werner Instituts der Heinrich Böll Stiftung nach. Die Endfassung des umfassenden Forschungsprojektes ist unter dem Titel "Die Hälfte der Macht im Visier" erschienen.

Lars Holtkamp und Sonja Schnittke analysieren die politische Repräsentanz von Frauen in Bund, Ländern und Kommunen. Zentrale Fragestellung der Untersuchung ist es, die Gründe für den stagnierenden Anteil von Frauen in den Parlamenten herauszuarbeiten. Dabei wird das deutsche Wahlrecht ebenso untersucht genommen wie die Parteien und die politische Kultur in Deutschland. Eine ausführliche qualitative Ursachenanalyse gibt die Ergebnisse aus 30 Intensivinterviews wieder.

Die umfangreichen Daten und Rechercheergebnisse sowie die Schlussfolgerungen mit Reformvorschlägen für die Politik machen das Werk für Forschung und Praxis gleichermaßen interessant.

Lars Holtkamp und Sonja Schnittke: Die Hälfte der Macht im Visier. Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift Alternative Kommunalpolitik, Bielefeld 2010, 18,- Euro (zzgl. Versandkosten). www.boell.de/de/content/die-haelfte-der-macht-im-visier


< zurück