Viertes Genderranking deutscher Großstädte veröffentlicht

Genderranking-deutscher-Grossstaedte-2017Die Stadt Erlangen gewinnt das "Genderranking deutscher Großstädte 2017" vor den klassischen Spitzenreiterinnen Trier und Frankfurt am Main. Das Schlusslicht bildet Mülheim an der Ruhr. Dies ist das Ergebnis des mittlerweile vierten Genderrankings deutscher Großstädte, das die Politikwissenschaftler und -wisschaftlerinnen Prof. Dr. Lars Holtkamp, Dr. Elke Wiechmann und Monya Buß von der FernUniversität in Hagen im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung erstellt haben. Dafür haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 73 Großstädte mit über 100.000 Einwohner/innen (ohne Stadtstaaten) anhand ihrer Frauenanteile an kommunalpolitischen Führungspositionen - Ratsmitglieder, Dezernatsleitungen, Ausschuss- und Fraktionsvorsitze - sowie für das Oberbürgermeisteramt verglichen. Die Daten wurden mittels eines Genderindex gewichtet. > weiterlesen

Projekt-Evaluation

Politik-braucht-Frauen_Projekt-EvaluationAngesichts der Bundestagswahl und der Landtagswahl in Niedersachsen in diesem 100. Jahr des Frauenwahlrechts machte die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Cornelia Rundt, auf den niedrigen Anteil von Frauen in den Parlamenten aufmerksam: Im Bundestag liegt er derzeit bei 37,1 %, im Niedersächsischen Landtag bei 31,4 %. In den Kommunalparlamenten in Niedersachsen fällt das Ergebnis noch geringer aus: Frauen haben bei der Kommunalwahl 2016 in den Kreistagen und kreisfreien Städten im Schnitt 26,5 % der Sitze errungen, in den weiteren Stadt- und Gemeinderäten 23,5 %.

"Es ist unser erklärtes Ziel, weitaus mehr Frauen in die Politik zu bringen", sagte Ministerin Rundt bei der Veranstaltung am Internationalen Frauentag. "Dafür haben wir u.a. mit dem Mentoring-Programm ‚Politik braucht Frauen!' einen Grundstein gelegt."

Das Projekt "Politik braucht Frauen!" wurde vor der Kommunalwahl 2016 gestartet, um politikinteressierten Frauen den Weg zur Kandidatur zu erleichtern. Die Auswertung des Programms belegt dessen Erfolg: 41% der Projekt-Teilnehmerinnen haben ein kommunalpolitisches Mandat erhalten, auf die Liste ihrer Partei schafften es 63%.

Der größte Erfolgsfaktor für eine tatsächliche gleichmäßige Verteilung von Mandaten auf Frauen und Männer liege in der Aufstellung der Listen der Kandidatinnen und Kandidaten, stellte Rundt klar. "Hier sind die Parteien gefragt! Ich appelliere ausdrücklich an alle Beteiligten, zu handeln und zukünftig mehr Frauen auf aussichtsreichen Listenplätzen aufzustellen."

"Politik braucht Frauen!" - so lautete der Titel des 5. Niedersächsischen Mentoring Programms. Die Auswertung des Programms durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung liegt nun vor und kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Kommunalwahlen in Niedersachsen

Am 11. September 2016 fanden in Niedersachsen Kommunalwahlen statt. Die Ergebnisse nach Kreis- und Gemeindewahlen finden Sie auf www.aktuelle-wahlen-niedersachsen.de.

Informationen des Landes

Auf der Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung finden Sie weitere Informationen zu den Mentoring-Programmen des Landes. Dort steht auch ein Fragebogen zur Auswertung des letzten Mentoring-Programms zur Verfügung.

Abschlussveranstaltung des Mentoring-Programmes "Politik braucht Frauen!"

Abschlussveranstaltung_Politik-braucht-Frauen_200px"Politik braucht Frauen!" - das aktuelle Mentoring-Programm im Vorfeld der Kommunalwahlen in Niedersachsen ist in Hannovers Haus der Region zum Abschluss gebracht worden. "Die Niedersächsischen Mentoring-Programme sind eine Erfolgsgeschichte", so Ministerin Cornelia Rundt in ihrer Rede zur Abschlussveranstaltung.




> weiterlesen

Auftaktveranstaltung - Dokumentation

Auftaktveranstaltung-Politik-braucht-Frauen_Stefan-Koch_200pxDie Auftaktveranstaltung des Mentoring-Programms "Politik braucht Frauen!" fand im Januar 2015 in Hannover statt. Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Hauke Jagau, Präsident der Region Hannover. Die Eröffnungsrede hielt die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Cornelia Rundt. Auf dem Programm standen außerdem der Vortrag "Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an politischen Entscheidungen" von Prof. Dr. Ruth Laskowski, Universität Kassel. Almut von Woedtke, Leiterin der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, gab Informationen zum Landesprogramm. > weiterlesen